Auf dem Flug waren natürlich auch all die anderen PPP-Stipendiaten, die ich zur Hälfte schon auf einem Vorbereitungsseminar in Deutschland kennengelernt hatte, und ich war froh alle wiederzusehen. Als wir nach einigen Turbulenzen durch "Thunderstorms" in D.C. landeten, jagte mir ein Schauder den Rücken herunter als sich meine neugewonnene Freundin lächelnd zu mir umdrehte und sagte: " Welcome to America".
Die so gefürchtete amerikanischen Beamten der "Homeland Security" passierte ich ohne Probleme und wir alle bestiegen zwei klimatisierte Busse, was eine gute Idee war, da das Thermometer schwüle 40 Grad anzeigte. Mit diesen fuhren wir über extrem breite Straßen zu unserem Hotel, das den Namen eines nicht unbekannten blonden Society-Girls trägt und ein sehr hohes Maß an Komfort bot, was einen riesigen Flatscreen und ein amazing Bett bettinhaltete:) Am nächsten Morgen brachen wir früh auf um eine typisch amerikanische Mall in "Pentagon City" zu besuchen.
Diese war einfach unglaublich riesig und bot alles was das amerikanische Konsumenten-Herz begehrte. Nachdem ich vergeblich versucht hatte am Pentagon ein Stift zu bekommen fuhren wir zum "State Department", dem amerikanischen Außenministerium, in dem wir uns in einem abhörsicheren Konferenzraum mit Vertretern der Austausch-Abteilung und einem Politiker unterhielten. Zu diesem Termin sollten wir in feiner Kleidung erscheinen - deshalb mein Dress auf den Fotos. Afterwards begaben wir uns zum Weißen Haus, dem man sich bis auf wenige Schritte nähern konnte und das auf den ersten Blick nicht besonders groß erschien.
Auf jeden Fall war es sehr beeindruckend und ich konnte es immer noch nicht fassen wirklich da zu sein bis eine Wagenkolonne von zehn getönten SUV's (Geländewagen) mit heulenden Sirenen an mir vorbeiraste. Obama saß jedoch nicht darin - er war zu diesem Zeitpunkt im Urlaub in Florida. Wir reisten weiter zum Jefferson Memorial, auf dessen Stufen dieses Foto entstand.
Im "National Museum of American History" betrachteten wir unzählige Kleider von First Ladys sowie Hut und Taschenuhr von Abraham Lincoln - das Museum war wirklich beeindruckend. Als dieses dann schloss, begaben wir uns nach "Old Town Alexandria" einer für amerikanische Verhältnisse alten Stadt, die einfach unvorstellbar schön war. Dort aß ich mein erstes amerikanisches Steak.
| Rathaus |
| Straßenzug in Old Town Alexandria |
Nach Rückkehr zum Hotel fielen wir alle in unsere Luxus-Betten - bereit für den frühen Aufbruch zum Flughafen am nächsten Morgen. Nachdem ich dort fünf Stunden wartend verbracht hatte, bestieg ich mit zwei anderen Austauschschülern, die ebenfalls in Washington State leben würden, den Flieger nach Seattle. Mit dem überflogen wir 5 Stunden und 40 Minuten den amerikanischen Kontinent, wobei ich davon nicht viel sah, da meine blöde Nachbarin das Fenster während des ganzen Fluges verdunkelt hatte. Was nach meiner Ankunft in Seattle passierte, wie meine Gastfamilie und das Leben hier so ist - das alles erfahrt ihr bald in meinem nächsten Blogeintrag.
